Fritteuse: Auswahlkriterien, Unterschiede & Tipps

Es gibt wohl kaum jemanden, der knusprig leckere Pommes nicht mag. Zwar gibt es viele Hersteller, die Pommes zur Zubereitung im Backofen anbieten. Aber der richtig tolle Geschmack, wie du ihn aus der Imbissstube kennst, stellt sich nur ein, wenn die Pommes in einer Fritteuse zubereitet werden. Daher gehört sie mittlerweile auch zu den beliebtesten Küchengeräten. Natürlich lassen sich in ihr viele weitere Leckereien zubereiten. Das Ganze zudem relativ schnell und einfach. Doch Fritteuse ist nicht gleich Fritteuse und auch sonst solltest du ein paar Dinge beachten.

Bei der Auswahl einer Fritteuse auf den Leistungswert und einen Geruchsfilter achten

Fritteusen gibt es in den unterschiedlichsten Größen. Nutzt du sie nur ab und an für dich alleine, so reicht schon eine sogenannte Mini-Fritteuse aus, die unter einem Liter Öl fasst. Die normale Fritteuse eignet sich für kleine Familien und wenn du eine große Familie hast oder sie bei kleinen Feten mit Freunden eingesetzt wird, gibt es große Fritteusen, die bis zu vier Liter Öl fassen.

Aber egal, welche Größe du wählst: Die Wattzahl ist bei jeder Auswahl ein sehr wichtiges Kriterium. Dabei muss die Leistung groß genug sein, um Öl innerhalb kurzer Zeit auf Temperatur zu bringen. Die Mini-Fritteuse sollte etwas 1000 Watt aufweisen, bei der normalen Familiengröße liegt die Empfehlung bei 1200-1500 Watt und wenn du dir eine große Fritteuse zulegst, sollte die Leistung bei mindestens 2200 Watt liegen. Um die Temperatur passend einzustellen, wähle eine Fritteuse mit Temperaturregler.

Auch der leckerste Frittierduft kann mit der Zeit unangenehm werden. Geräte mit Geruchsfilter verhindern, dass der Geruch durchs ganze Haus zieht. Ebenfalls von Vorteil ist es in dieser Hinsicht, wenn die Fritteuse geschlossen arbeitet. Bei manchen Fritteusen ist das Kabel sehr kurz. Falls dein geeigneter Stellplatz zu weit von einer Steckdose entfernt ist und du nicht jedes Mal ein Verlängerungskabel nutzen möchtest, achte also auch auf die Kabellänge.

Bei Modellen mit Sichtfenster ersparst du dir das regelmäßige Öffnen zum Überprüfen des Bräunungsgrads. Besonders bei häufigem Einsatz solltest du dich vergewissern, dass das Gerät leicht zu reinigen ist. Am besten greifst du auf Modelle zurück, deren Einzelteile auseinandergebaut und in die Spülmaschine gegeben werden können.

Die Kaltzonen-Fritteuse ist das Standardmodell

Bei einer herkömmlichen Fritteuse befindet sich das Heizelement an der Unterseite des Geräts. Es kommt nicht mit dem Öl in Berührung und erhitzt die Frittierwanne von außen. Der Nachteil bei diesen Modellen: Auch der Boden erhitzt sich stark. Herunterfallende Reste wie beispielsweise Panade können so leichter verbrennen und das Öl somit verunreinigen. Es muss dann häufiger gewechselt werden. Die meisten Fritteusen arbeiten deshalb nach dem Kaltzonen-Prinzip und sind mittlerweile der Standard. Bei dieser Variante hängt das Heizelement mit etwas Abstand zum Behälterboden frei im Öl. Am Boden bildet sich eine Kaltzone, die nur etwa 70 Grad erreicht. Reste verbrennen nicht so leicht, das Öl kann öfter verwendet werden. Außerdem kann sich bei der herkömmlichen Fritteuse durch die extreme Temperatur Acrylamid bilden. Der Stoff steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Einziger Nachteil: Das Heizelement muss nach dem Gebrauch gereinigt werden. Seit einiger Zeit in aller Munde ist die Heißluftfritteuse. Sie kommt bei der Zubereitung der Speisen mit sehr wenig oder sogar ganz ohne Öl aus. Sie ermöglicht dir dadurch eine recht kalorienarme und wesentlich gesündere Methode. Außerdem ist sie vielfältiger einsetzbar und kann sogar Kuchen oder Brot backen. Allerdings reicht der Geschmack auch nicht vollkommen an das originale Frittieren mit Öl heran. Eine ideale Lösung ist da ein Kombigerät, bei dem du jedes Mal wählen kannst, ob du eine Zubereitung mit Öl oder Heißluft wünschst.

Wissenswertes rund um die Fritteuse und das Frittieren

Die meisten Besitzer einer Fritteuse nutzen diese nur für die gewöhnlichen Speisen wie Pommes, Chicken-Nuggets, Kroketten oder das panierte Schnitzel. Doch sie eignet sich durchaus auch für feinere Speisen, mit denen man bei seinen Gästen glänzen kann. So lässt sich mit ein wenig Geschick gebackener Pudding oder gebackenes Eis zaubern.

Der ideale Stellplatz während der Nutzung ist ein frei zugänglicher Bereich und vor allem ohne Hängeschränke über dem Platz. So kann sich der Dampf nicht unter den Schränken festsetzen und zu einem unschönen Schmierfilm führen. Für das perfekte Frittierergebnis sollte das Verhältnis von Öl zu Frittiergut 10:1 betragen. Geeignet sind Öle, die überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Auch gehärtete Fette wie Kokosfett eignen sich zum Frittieren. Wichtig ist dabei jeweils ein hoher Rauchpunkt. In Belgien werden Pommes frites auch noch oft in Schmalz zubereitet. Achte darauf, dass die Temperatur beim Frittiervorgang am besten unter 175 Grad liegt. Bis auf wenige Produkte reicht diese Gradzahl auch völlig aus. Bei höherer Temperatur bildet sich nämlich das bereits erwähnte Acrylamid. Übrigens entsteht dieses vorwiegend bei Getreide- und Kartoffelprodukten. Zur Überprüfung nutzt du am besten ein externes Fett-Thermometer.

Gute Pflege der Fritteuse bedeutet lange Freude am Gerät. Reinige nach jeder Nutzung die Oberfläche mit einem feuchten Tuch. So lagern sich keine hartnäckigen Rückstände ab. Den Siebeinsatz vor der Reinigung und bei noch flüssigem Zustand des Öls entfernen. Aber nicht nur die Fritteuse und ihre Einzelteile müssen gereinigt werden. Hin und wieder ist auch der Blick auf das Kabel sinnvoll. Oft lagern sich auch dort Fettreste ab. Das Öl sollte regelmäßig gewechselt werden. Um das Öl länger haltbar/verwendbar zu machen, kannst du es im warmen Zustand filtrieren. Verfügt deine Fritteuse über einen Filter, ist dieser gegebenenfalls ebenfalls gelegentlich auszutauschen. Beachte dafür die Hinweise in der Gebrauchsanweisung. Wie oft der Filter dann getauscht werden muss, hängt von der Häufigkeit der Nutzung ab. Wenn du diese Reinigungs- und Wartungsarbeiten regelmäßig durchführst, sind sie nicht besonders aufwendig und garantieren dir den schnellen Einsatz deiner Fritteuse, wenn du das nächste Mal wieder Lust auf leckere Pommes frites oder das perfekte Schnitzel hast.

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