Dachrinnenleuchten: Kriterien, Auswahl & Tipps

Dachrinnenleuchten sind eine simple und preisgünstige Möglichkeit, den Außenbereich deines Hauses oder Grundstücks zu beleuchten. Sie eignen sich als Wegbeleuchtung ebenso wie als effektvolle Zierbeleuchtung im Garten oder auch als Abschreckung gegen Einbrecher. Und das Beste: Für einfache Dachrinnenleuchten brauchst du weder einen Elektriker noch einen Stromanschluss!

Was ist eine Dachrinnenleuchte?

Unter einer Dachrinnenleuchte versteht man keine leuchtende Dachrinne, sondern eine Außenbeleuchtung, die an der Dachrinne angebracht wird. Diese spezielle Montageform ist in den meisten Fällen die einfachste, da kein Mast oder Ähnliches aufgestellt werden muss. Die Leuchte befindet sich in unmittelbarer Nähe der Fassade oder der Eingangstür und beleuchtet diesen Bereich direkt von oben. Damit ist sie auch perfekt für einen am Haus entlang führenden Weg.

Einsatzbereiche von Dachrinnenleuchten

Dachrinnenleuchten werden eingesetzt, um Bereiche rund ums Haus, die normalerweise dunkel sind, zu beleuchten. Das kann dem persönlichen Komfort bei einer späten Heimkehr oder bei einem kurzen Weg zur Mülltonne ebenso dienlich sein wie der Abschreckung von Einbrechern, der Unterstützung von Überwachungskameras oder einfach der Ästhetik des Hauses – ein beleuchteter Eingangsbereich wirkt einfach schöner und einladender als einer, der in Dunkelheit gehüllt ist. Auch die Beleuchtung von Stufen ist sinnvoll, um die Unfallgefahr durch ein Stolpern in der Dunkelheit zu reduzieren – du brauchst dann keine Taschenlampe mehr für den Weg zur Garage oder zur Mülltonne und musst nicht erst auf einen Schalter drücken. In einem Garten können solche Leuchten auch als effektvolles Zierlicht eingesetzt werden, um beispielsweise Wege, Blumenbeete oder einen Teich anzustrahlen.

Funktionsweise einer Dachrinnenleuchte

Dachrinnenleuchten aktivieren sich von selbst in Abhängigkeit vom Tageslicht: Der Sensor reagiert auf die Helligkeit und aktiviert die Leuchte, sobald das Licht unter einen bestimmten Wert fällt (meist 100 Lux). Die meisten Dachrinnenleuchten haben einen eingebauten Bewegungsschalter, der sie bei Bedarf für eine kurze Zeit automatisch auslöst. Damit eignen sie sich auch als dezenter Alarm, der eine Bewegung anzeigt.

Bedenken solltest du allerdings, dass eine Auslösung durch einen Bewegungsschalter auch unangenehm auffallen kann – nämlich dann, wenn der Bewegungsschalter bei der Annäherung an die eigene Haustür viel zu spät auslöst oder andererseits jeden Passanten schon weit außerhalb des Grundstücks ungefragt anstrahlt. Auch durch streunende Katzen oder im Wind bewegte Zweige ausgelöste Leuchten können lästig sein – vor allem dann, wenn sie sich in der Nähe des Schlafzimmerfensters befinden.

Vom Stromnetz unabhängig

Die meisten Dachrinnenleuchten haben eine eingebaute Solarstromversorgung und sind damit vom Stromnetz unabhängig: Ein auf der Oberseite angebrachtes kleines Solarpanel lädt tagsüber den eingebauten Akku auf, sodass die Leuchte nachts einsatzbereit ist. Das bedeutet eine erhebliche Vereinfachung der Montage, weil kein Stromkabel nach außen verlegt werden muss. Durch einen Schalter, der meist an der Unterseite angebracht ist, kann die Leuchte bei Bedarf auch deaktiviert werden, etwa für eine längere Abwesenheit.

Solarbetriebene Leuchten sind allerdings von der Ladungsmenge ihres Akkus abhängig; selbst bei optimalen Bedingungen beträgt die Leuchtdauer nur 3-6 Stunden pro Nacht. Wird der Akku unvollständig geladen, etwa durch starke Bewölkung oder eine Anbringung in einem Schattenbereich, kann die Leuchtdauer auch deutlich kürzer ausfallen. Für eine Dauerbeleuchtung ohne Bewegungsschalter eignen sie sich damit eher nicht.

Die Alternative sind Dachrinnenleuchten, die über ein wasserdichtes Kabel, das meist unter der Dachrinne verlegt wird, an das Hausstromnetz angeschlossen werden. Der deutlich aufwendigeren Montage, die durch einen Elektriker erfolgen muss, stehen einige Vorteile gegenüber: So sind diese Leuchten über einen Schalter im Haus leichter kontrollierbar und ihre Leuchtstärke und -dauer ist praktisch unbegrenzt und nicht von der Aufladung durch das Tageslicht abhängig.

Material und Anbringung der Dachrinnenleuchte

Da eine Dachrinnenleuchte ständig der Witterung ausgesetzt ist, muss sie in jedem Fall aus einem witterungsbeständigen Material wie Edelstahl, Aluminium oder einem witterungsbeständigen Kunststoff wie Polypropylen bestehen. Neben dem Material solltest du darauf achten, dass die Dachrinnenleuchte nicht nur auf ihrer Oberseite, sondern rundherum spritzwassergeschützt ist; das ist notwendig, weil bei starkem Regen oder Wind auch die Unterseite der Leuchte nass werden kann.

Montage einer Dachrinnenleuchte

Die meisten handelsüblichen Dachrinnenleuchten werden mit einer Klemmhalterung geliefert. Damit können sie ganz einfach an die Außenkante der Dachrinne angeklemmt werden; die Klemmhalterung wird mit einer Schraube nachgezogen, sodass die Leuchte an unterschiedliche Stärken der Dachrinne angepasst werden kann. Für diese einfache Montage ist kaum mehr als eine Leiter notwendig, weil weder Löcher gebohrt noch Dübel gesetzt werden müssen.

Voraussetzung dafür ist aber eine intakte und halbwegs normgerechte Dachrinne. Außerdem kann eine Leuchte damit natürlich nur in Bereichen eingesetzt werden, wo überhaupt eine Dachrinne vorhanden ist. Liegt diese zu hoch (etwa bei einem mehrstöckigen Haus) oder ist einfach keine vorhanden (etwa bei einer Giebelwand) scheidet diese Art der Montage aus. Außerdem kann eine mit einer Klemmhalterung angebrachte Dachrinnenleuchte möglicherweise durch sehr starken Wind oder auch durch Tiere wie Katzen oder Eichhörnchen gelöst werden und dann durch den Sturz beschädigt werden.

Die meisten Klemmhalterungen ermöglichen die Anbringung auch an anderen Befestigungsmöglichkeiten wie Zäunen oder den Ästen eines Baumes. Die ideale Installationshöhe wird von den meisten Herstellern mit 1,5 bis drei Metern über dem Boden angegeben. Für eine noch höhere Anbringung ist das Licht der meisten Leuchten zu schwach.

Strahlungswinkel der Dachrinnenleuchte

Ein weiteres Auswahlkriterium ist der Abstrahlwinkel. Die meisten Dachrinnenleuchten haben einen Winkel von 90 Grad, strahlen ihr Licht also direkt nach unten ab. Sie sind für die meisten Einsatzgebiete gut geeignet; mehr Flexibilität erlauben Dachrinnenleuchten mit verstellbarem Winkel.

Lebensdauer und Wartungsaufwand

Dachrinnenleuchten arbeiten heute ausschließlich mit LED-Leuchtmitteln, die von Haus aus eine sehr lange Lebensdauer von vielen Jahren und einen geringen Energieverbrauch haben. Auch die eingebauten Solarpanele sind langlebig und wartungsfrei. Bei den meisten Leuchten können die LED-Leuchtmittel aber auch ausgetauscht werden. Etwas anfälliger sind die Akkus, die mit der Zeit an Kapazität einbüßen können. Bei manchen Leuchten ist es daher möglich, den Akku zu erneuern oder sogar gegen ein Bauteil mit höherer Kapazität auszutauschen.

Kaltweiß oder Warmweiß?

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Lichtfarbe, die in Grad Kelvin angegeben wird. „Kaltweißes“ Licht hat eine Farbtemperatur von 6000 bis 6500 Grad Kelvin, Warmweiß liegt bei 2500 bis 3000 Grad Kelvin. Kaltweißes Licht entspricht in etwa dem Tageslicht, wirkt bei Nacht aber oft unangenehm bläulich. Das warmweiße Licht, das dem einer gewöhnlichen Glühbirne entspricht, hat eine wärmere und daher „gemütlichere“ Wirkung und wird von den meisten Menschen vor allem nachts als angenehmer empfunden.

Im Set oder einzeln?

Dachrinnenleuchten werden meist nicht einzeln, sondern in Sets von meist drei bis zehn Stück angeboten. Dadurch kannst du gleich mehrere Leuchten mit einem Arbeitsgang anbringen und schöne Effekte erreichen oder einen ganzen Weg einheitlich beleuchten.

Die richtige Kaufentscheidung

Vor der Kaufentscheidung für eine bestimmte Dachrinnenleuchte solltest du dir überlegen, welchen Zweck sie erfüllen soll. Steht eine unkomplizierte Montage im Vordergrund? Dann ist eine solargesteuerte Leuchte die beste Wahl. Reicht eine Aktivierung mit Bewegungsmelder oder ist eine Dauerbeleuchtung wichtig? Für eine Dauerbeleuchtung sind Leuchtsysteme mit Stromkabel die aufwendigere, aber bessere Wahl.

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