Fensterputzroboter: Auswahlkriterien, Unterschiede & Tipps

Fenster zu putzen gehört für viele zu den unbeliebtesten Aufgaben im Haushalt. Es ist anstrengend und oftmals entstehen bei der Reinigung Streifen. Extra einen Fensterputzer zu beauftragen kostet regelmäßig viel Geld. Die Lösung für Häuser mit großen Fensterflächen kann da ein Fensterputzroboter sein. Und nicht nur in Sachen Arbeitserleichterung punktet er. Die Unfallgefahr im Haushalt wird minimiert, denn du musst auf keine Leiter mehr steigen, um die Fenster zu reinigen. Einen solchen Roboter bekommst du heute schon zum relativ günstigen Einsteigerpreis. Erfahre jetzt, worauf du beim Kauf achten solltest und welche Unterschiede es gibt. Zudem erwarten dich noch einige nützliche Tipps.

Fensterputzroboter: Bei der Auswahl auf Einsatzbereiche und Einschränkungen achten

Vor dem Kauf solltest du einige Fragen klären. So hängt die Wahl beispielsweise davon ab, ob du den Fensterputzroboter nur drinnen oder auch im Außenbereich einsetzen möchtest. Denn nicht jedes Modell kann draußen verwendet werden. Auch die Dicke deiner Fenster spielt für die Auswahl eine wichtige Rolle. Es gibt Modelle, die Einschränkungen haben und nur Fenster bis zu einer bestimmten Dicke wirklich gut reinigen. Für besonders große Fensterfronten benötigst du unter Umständen ein längeres Kabel oder eine sehr starke Akkuleistung. Auch die Saugleistung muss hoch genug sein. Manche Roboter können nicht auf rahmenlosen Glasflächen eingesetzt werden. Mitunter verursachen einige Roboter starken Lärm. Wenn du in einem Mehrfamilienhaus wohnst oder selber lieber Ruhe hast, achte auch auf diesen Faktor. Bei Wintergärten und Dachfenstern kann die Schräge ein Hindernis sein. Die Lösung für dieses Problem sind Fensterputzroboter, die auch über Kopf arbeiten. Überlege dir außerdem, ob dein neuer Helfer nur nass, nur trocken oder mit beiden Varianten arbeiten soll. Auch ein vorhandener Trocknungsmechanismus kann von Vorteil sein.

Fernbedienung für mehr Komfort, intelligente Technik für mehr Sicherheit

Für die bequeme und komfortable Bedienung gibt es viele Fensterputzroboter, die mit einer Fernbedienung geliefert werden, manche lassen sich mittlerweile sogar über eine App via Smartphone steuern. Ein weiterer Unterschied bei den Modellen ist in der Technik für die sichere Anwendung zu finden. Von Geräten mit gewissen Extras bis hin zu Robotern, die mit einer vollständigen intelligenten Sicherheitstechnik ausgestattet sind, gibt es diverse Varianten im Handel. Zu solchen Sicherheitstechniken gehört zum Beispiel eine sensorgesteuerte Erkennung von Hindernissen. Damit schützt du gleichzeitig auch deine Fensterrahmen, da der Roboter nicht ständig dagegen stößt. Ein Anti-Fall-Algorithmus verhindert, dass das Gerät sich löst und hinunterfällt. Etwas weniger technisch wird dieses Problem bei Modellen mit Sicherungsseil gelöst. Zudem verfügen einige Geräte über einen Notfall-Akku, der nicht nur dafür sorgt, dass der Roboter nicht einfach runterfallen kann, falls er keinen Strom mehr bekommt, sondern auch den Arbeitsprozess für teilweise bis zu weiteren 20 Minuten sichert. Viele Fensterputzroboter bieten unterschiedliche Reinigungsprogramme zur Auswahl und liefern somit ein passgenaueres und besseres Reinigungsergebnis als Modelle ohne diese Auswahlmöglichkeiten. Unter den vielen Roboter-Varianten finden sich auch echte Multitalente. Diese reinigen nicht nur deine Fenster, sondern können auch zum Reinigen von Fliesen, Vitrinen, Glastrennwänden und anderen glatten Oberflächen verwendet werden. Reinigungstücher oder Reinigungspads gehören oftmals zum Lieferumfang dazu, allerdings sind auch Modelle im Handel erhältlich, bei denen du dieses Zubehör extra erwerben musst.

Richtiger Einsatz und nützliche Tipps garantieren viel Freude mit dem Fensterputzroboter

Damit das Ergebnis und der Einsatz eines solchen Roboters auch den gewünschten Effekt bringt, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Vor der Reinigung solltest du Rahmen, Scheibe und Fensterbank von grobem Schmutz befreien. Das geht am besten mit einer weichen Bürste. Auf den Scheiben verhindert dieses zudem, dass es zu Kratzern beim späteren maschinellen Reinigen kommt. Das Mikrofasertuch für den Fensterputzroboter dann leicht anfeuchten und ein paar Spritzer Glasreiniger darauf verteilen. Ob du dabei ein herkömmliches oder ein spezielles Mittel nutzen musst, entnimmst du der Bedienungsanleitung. Jetzt kann das Gerät in Ruhe seinen Dienst erbringen. Beim Reinigen von großen Fensterfronten ist es ratsam, das Tuch zwischenzeitlich zu wechseln. Besitzt dein Roboter keinen Trocknungsmechanismus, musst du das Fenster anschließend trocken wischen. Ansonsten entstehen unschöne Wasserflecken. Wusstest du eigentlich, dass es laut Experten perfektes Wetter zum Fensterputzen gibt? Empfohlen wird das Putzen an Tagen mit leichtem Sonnenschein, der Schmutz besser erkennen lässt und die Scheibe schneller trocknet. Auch für den Fensterputzroboter sind diese Bedingungen ideal. Die Sensoren erkennen so Schmutz und Hindernisse viel besser. Wenn nach der Reinigung Schlieren auf der Scheibe verbleiben, muss es nicht an einer schlechten Qualität des Gerätes liegen. Mögliche Ursachen können auch im verwendeten Reinigungsmittel oder der Dosierung liegen. Vielleicht war auch einfach nur die Vorreinigung nicht ausreichend oder du hast das Tuch beziehungsweise die Pads nicht rechtzeitig gewechselt. Haftet dein Roboter nicht richtig an der Scheibe und rutscht immer ab, verwende etwas weniger Reinigungsmittel. Nach der Anwendung steht die Reinigung des Gerätes selber an. Das Gehäuse lässt sich dabei am besten mit einem weichen Tuch, etwas Wasser und ein wenig Spülmittel reinigen. Das Mittel darf jedoch nicht säurehaltig sein, denn das könnte das Kunststoffgehäuse angreifen und zu Schäden führen. Auch die Gummilippen müssen nach jedem Durchlauf von Rückständen sowie Schmutzwasser befreit werden. Wichtig dabei: Das Tuch darf nur leicht feucht sein. Bei Verwendung von zu viel Wasser können elektronische Teile beschädigt werden. Reinigungspads säuberst du ebenfalls nur mit Wasser und Spülmittel. Danach lässt du sie gut trocknen. Die Mikrofasertücher selber dürfen oftmals auch ganz normal in der Waschmaschine gewaschen werden. Allerdings solltest du auf die Verwendung von Weichspüler verzichten, da dessen Rückstände in den Tüchern für Schlierenbildung auf Fenstern und Fliesen verantwortlich sein können. Wenn du diese Tipps beachtest, wird dir dein Fensterputzroboter sicher viel Freude bereiten und vor allem eine große Arbeitserleichterung bei einer unliebsamen Hausarbeit sein.

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