Laminiergerät: Auswahlkriterien, Unterschiede & Tipps

Vielleicht kennst du die Situation: Bestimmte Papiere in Schubladen und Ordnern, die trotz vernünftiger Lagerung irgendwie fleckig und unansehnlich aussehen. Dabei hat man eigentlich alles richtig gemacht und seine Unterlagen nicht lieblos in die hinterste Ecke seines Zimmers gestellt, sondern einigermaßen vernünftig untergebracht. Das ist allerdings nur ein Teil der richtigen Strategie.

Einfach gesagt: Wer seine Dokumente, Blätter, Papier vor Flecken, Ausbleichen und Abnutzung bewahren möchte, kommt um ein Laminiergerät praktisch nicht herum. Feuchtigkeit, Dreck, Staubkörner in beliebigen Dimensionen oder gelbe Flecken: Die Folien, mit denen man seine Papiere mittels Laminiergerät bespannt, erhalten den ursprünglichen Zustand der Dokumente und schützen vor Feuchtigkeit, Sonnenlicht und Eselsohren. Denn vor allem die Zeit greift das Papier an, nicht nur der umgeschüttete Kaffee, den man vielleicht in unguter Erinnerung hat. Das beste Beispiel sind zum Beispiel Kassenzettel, die man aus der verschiedensten Gründen ins Portemonnaie steckt. Schon nach kurzer Zeit verlieren sie ihre Schrift, bleichen aus oder knicken. Wer dann im Jahr danach die Steuererklärung anpackt, steht vor der Herausforderung, sein Sammlerwerk überhaupt entziffern zu können. Viele Menschen nutzen das Laminiergerät auch dazu, Dokumente professioneller wirken zu lassen. Alles, was auch nur den Anschein haben soll, Eindruck zu erwecken, wird laminiert. Ein Passierschein in Folie sieht einfach wertiger aus als ein dünnes Blatt Papier.

Sobald Papiere aller Art erst einmal eingeschweißt sind, wird es auch viel einfacher, sie zu säubern. Oder hast du schon einmal deinen alten Arbeitsvertrag in Papierform erfolgreich wieder in den Ursprungszustand gebracht? Egal welcher Bereich: Im Büro, beim Hobby oder im Verein lohnt sich ein Laminiergerät für lange Zeit.

Laminiert wird heiß oder kalt

Um das optimale Laminiergerät zu finden, was den eigenen Bedürfnissen entspricht, lohnt es sich, kurz die beiden Verfahren zu durchblicken, mit denen die Geräte arbeiten. Unterschieden werden Heißlaminierer und Kaltlaminierer.

Heißlaminierer verbinden Dokumente und Folie mit Wärme. Enthalten hier sind stets Walzen, die zwei oder vier Heizplatten zusammenhalten. Das zu laminierende Dokument wird in die sogenannte Folientasche gelegt. Heizspiralen machen die Platten warm, wodurch die Folienenden verschmelzen und das Papier schützend und nahtlos „einwickeln“. Es wird dabei nicht verformt oder verändert, sondern nur eingebettet. Kaltlaminierer pressen die Folien zwar auch zusammen, nutzen hier aber bestimmte chemischen Kleber, um die Folien aufeinander zu halten. Weil derartige Stoffe die Umwelt mehr belasten als Verfahren, die keine Klebstoffe benötigen, sind auf dem Markt mittlerweile mehr Heiß- als Kaltlaminierer zu finden. Praktischerweise gibt es aber auch Laminierer, die beide Verfahren in einem Gerät vereinen. Sorge, dass man sich an der Oberfläche verbrennt, muss man übrigens nicht haben. Zwar erreichen die Geräte innen eine Temperatur von bis zu 80 Grad, sind aber gut isoliert. Aufpassen sollte man nur bei den Folien selbst – diese sollten immer etwas auskühlen, bevor man sie entnimmt. Manche Geräte schützen den Nutzer sogar und sorgen dafür, dass das laminierte Dokument erst nach rund einer Minute verfügbar ist und zwar dann, wenn es Raumtemperatur erreicht hat.

Für welches Verfahren solltest du dich nun entscheiden? Bedenke hier, dass sich einige Dokumentenarten gibt, die durch Wärme an Lesbarkeit einbüßen: Das sind zum Beispiel Kassenzettel oder Kontoauszüge, die aus sogenanntem Thermopapier bestehen. Ein weiterer Vorteil des Kaltlaminierverfahrens: Die eingeschweißten Dokumente lassen sich bei Bedarf mehr oder weniger einfach wieder lösen, weil sie nicht ganz so fest miteinander verschmolzen werden. Falls du also nur vorübergehend etwas schützen möchtest, solltest du es lieber kalt laminieren. Denn ein heißlaminiertes Papier ist zwar dauerhaft geschützt, lässt sich aber nicht mehr von der Folie trennen. Allerdings ist das heißlaminierte Papier permanent und sicher vor Umwelteinflüssen geschützt. Es besteht hier nicht die Gefahr, dass sich der Kleber irgendwann wieder löst. Auch ist der Vorgang des heißen Laminierens in der Regel etwas einfacher – die Gefahr von Lufteinschlüssen und Blasenbildung ist geringer. Solltest du beide Verfahren nutzen, benötigst du jeweils unterschiedliche Folienarten, da sie in Material und Beschaffenheit an ihre Verwendung angepasst sind.

Das ausgegebene Geld für ein Laminiergerät sollte sich nach dem ehrlichen Bedarf richten

Wenn der Bedarf erst einmal geklärt ist, fragen sich viele Menschen, wie viel Geld sie nun investieren sollen. Wie bei allen technischen Gerätschaften ist es am wichtigsten, darüber nachzudenken, wie oft das Laminiergerät im Einsatz sein wird. Da teure Geräte zumeist schneller und einfacher in der Handhabung sind, ersparen sie viel Zeit, die sich anderweitig vernünftiger einsetzen lässt. Wer nur hin und wieder laminiert, darf deutlich preisbewusster und genügsamer sein als jemand, der das Gerät fortan täglich nutzt. Auch die Größe des Gerätes bestimmt seinen Preis: Falls man gelegentlich auch leicht überdimensionale Dokumente einschweißen möchte, hilft einem ein günstiges kleines Gerät nicht weiter. Für die Preisgestaltung gibt es nur Schätzwerte: Nutzbare Einsteigergeräte sind durchaus schon für 30 Euro zu haben, extrem hochwertige und schnelle Bürovarianten können schon mit mehr als 1000 Euro zu Buche schlagen. Für die meisten Gelegenheitsnutzer außerhalb der täglichen (beruflichen) Nutzung sollten 100 Euro ausreichen, um einen Kompromiss zwischen Leistung und Preis zu erhalten. Tipp für Sparfüchse: Wer nicht akuten Bedarf hat, könnte nach speziellen Angebote im Discounter oder auf Deal-Plattformen im Netz Ausschau halten. Diese können durch besondere Konditionen große Mengen an Waren für einen bestimmten Zeitraum erwerben und daher qualitätsmäßig hochwertige Produkte unter Marktpreis anbieten. Zwar hat man hier wenig Auswahl, wer aber seine Anforderungen mit dem angebotenen Produkt in Übereinstimmung bringen kann, ist äußerst gut bedient. Der Support ist meist sogar besser als im Fachgeschäft, weil defekte Geräte in der Garantiezeit meist unkompliziert ohne weitere Überprüfung ausgetauscht werden.

Große Geräte benötigen auch Platz

Neben der Höhe des Preises sollten sich Nutzer auch über die Größe und den Umfang des Gerätes Gedanken machen. Laminiergeräte für den professionellen Einsatz sind meist deutlich größer als einfache Modelle. Sie benötigen daher mehr Platz und teilweise sogar einen eigenen und dauerhaften Ort, weil sie sich eben nicht einfach aus der Schublade ziehen lassen. Unter Umständen sollte man in kleinen Büros auch diese Tatsache berücksichtigen. Nichts ist ärgerlicher als ein teures und vielseitiges Gerät, das jedes Mal umständlich eingerichtet werden muss. Im schlimmsten Fall kann dieses ständige Herumräumen sogar die Elektronik beschädigen.

Einfache und intuitive Bedienung

Apropos Elektronik: Erfahrungsgemäß ist die Bedienung eines Laminiergerätes höchst unkompliziert. Nach ein paar Laminier-Runden hat man den Bogen meist raus. Wenige Schalter und eine intuitive Benutzerführung führen oftmals dazu, dass man nicht einmal in die Gebrauchsanleitung schauen muss. Das sorgt auch dafür, dass die Geräte bei moderater Nutzung recht langlebig sind. Schutzfunktionen gegen unsachgemäßen Gebrauch helfen dabei, typische Fehler zu vermieden. Ein automatischer Rücklauf im Falle eines Folienstaus ist mindestens bei Mittelklassegeräte vorhanden.

Zusammenfassung

  • Ein Laminiergerät schützt Dokumente vor Flecken, Feuchtigkeit und Ausbleichen. Eingeschweißtes sieht professioneller aus.
  • Laminiert wird entweder heiß, sodass die Folie verschmelzen, oder kalt mithilfe eines Klebers. Das ideale Verfahren hängt vom Material ab, das laminiert wird, und der angestrebten Beständigkeit des Dokuments.
  • Preislich bewegen sich Laminiergeräte im Bereich zwischen 30 und mehr als 1000 Euro. Wie viel man ausgeben sollte, hängt auch davon ab, wie häufig man es verwendet. Wer gelegentlich laminiert, kann guten Gewissens rund 100 Euro investieren.
  • Große Geräte sind nicht immer besser, weil sichergestellt sein muss, dass man einen dauerhaften Platz für sie hat.
  • Die Bedienung ist in der Regel einfach und intuitiv. Üblicherweise gibt es Schutzfunktionen, die fehlerhaften Umgang verhindern.

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