Brotbackautomat: Auswahlkriterien, Unterschiede & Tipps

Brot ist in der deutschen Sprache fest verankert. Wenn eine Sache sehr stark begehrt ist, verkauft sie sich „wie geschnitten Brot“. Möchten wir jemandem raten, sich etwas zurückzuhalten, raten wir ihm gern dazu, „kleine Brötchen zu backen“. Und wenn uns jemand etwas Wichtiges wegnehmen möchte, dann nimmt er und „die Butter vom Brot“. Daher überrascht es auch nicht, dass viele Auswanderer die heimische Backkunst mit ins Ausland nehmen und Geld damit verdienen. Vielleicht hast du auch selber schon öfter versucht, Brot zu backen. Das funktioniert zwar, ist aber gar nicht so leicht. Aus diesem Grund gibt es inzwischen mehrere Hersteller von Backautomaten auf dem Markt. Diese Geräte nehmen dir einen Großteil der Arbeit ab und verhelfen zu frischem Brot. Doch wann lohnt sich so ein Automat überhaupt? Und worauf solltest du bei der Auswahl des Gerätes achten?

Wann lohnt sich ein Backautomat?

Die Küche ist ein Ort, an dem die Elektronik in den letzten Jahrzehnten großen Einzug gehalten hat. Mikrowelle, Heißluftfritteuse, Rührgeräte und Sandwichmaker sind nur einige Beispiele. Eine der ersten Fragen vor der Anschaffung eines neuen Backautomaten lautet also oft: Braucht es das wirklich? Hat eine Backmaschine gegenüber den herkömmlichen Geräten wirklich so viel Mehrwert? Die kurze Antwort: Ja, hat sie. Etwas ausführlicher: Jeder, der gern Brot isst, sollte sich über diese Anschaffung Gedanken machen. Ein Backautomat bietet verschiedene Vorteile:

Du weißt immer, was drin ist

In deinem eigenen Brot kann nur das drin sein, was du in den Teig gibst. Dadurch kannst du dir sicher sein, dass keine unnötigen Zusätze wie Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe oder Glukosesirup enthalten sind. Außerdem kannst du dein Brot ganz nach deinem Geschmack kreieren. Diese Flexibilität ist besonders dann von Vorteil, wenn du aufgrund von Allergien oder Unverträglichkeiten darauf angewiesen bist, dass bestimmte Zutaten enthalten sind oder eben nicht. Allerdings bist du auch nicht gezwungen, ausgefallene „Experimente“ auszuprobieren: Eine herkömmliche Backmischung aus dem Supermarkt geht genauso.

Du sparst bares Geld

Mit einem selbst gebackenen Brot bist du deutlich günstiger unterwegs als mit dem Brot aus der Bäckerei. Beim Bäcker vor Ort kannst du bis zu drei Euro oder mehr für ein Brot zahlen. Bereitest du es selber zu, kosten dich das Brot nicht mal einen Euro – Stromkosten mit eingerechnet. Je nachdem, wie viel Brot du im Jahr isst, können also Einsparungen im dreistelligen Bereich für dich drin sein.

Dein Brot ist immer frisch

Selbst an Sonn- und Feiertagen, wo Geschäfte und teilweise Bäckereien geschlossen haben, hast du warmes Brot auf dem Tisch, ohne die Wohnung verlassen zu müssen. Übrigens: Auch wenn es „Brotbackmaschine“ heißt – es lassen sich mit diesem Gerät auch hervorragend Brötchen, Kuchen oder andere Backwaren herstellen. Gerade bei der Herstellung eines Hefeteigs kann die Backmaschine ein echter Helfer sein. Sie kann den Teig optimal wärmen und gehen lassen. Doch wie funktioniert so eine Maschine überhaupt und was muss sie alles können?

So funktioniert der Brotbackautomat

Die Grundaufgaben eines Brotbackautomaten sind immer gleich: Er muss die gewählten Zutaten zu einem Teig verkneten, ihn anschließend gehen lassen und ihn dann zum fertigen Brot backen. Die wichtigsten Teile der Maschine sind daher die Backform und Knethaken, von denen es je nach Modell einen oder zwei gibt. Diese sind mit einer speziellen Beschichtung ausgestattet, damit der Teig nicht daran kleben bleibt. In der Regel verfügen die Automaten heute über verschiedene Backprogramme, die du über ein Tastenmenü mit Display auswählen kannst. Je nach Programm, Menge und Art des Brotes dauert der gesamte Vorgang rund drei bis fünf Stunden.

Worauf solltest du beim Kauf eines Brotbackautomaten achten?

Es gibt einige Kriterien, über die du dir vor dem Kauf Gedanken machen solltest. Schließlich möchtest du ja so lange wie möglich Freude an deinem Gerät haben.

Fassungsvermögen

Zuallererst solltest du dich fragen: Wie viel Brot esse ich? Brotbackautomaten unterscheiden sich in erster Linie durch die Menge an Teig, die sie verarbeiten können. Singles oder Haushalte, die wenig Brot essen, sind mit Geräten bis 750 Gramm Teigmenge gut beraten. Mittelgroße Maschinen schaffen zwischen 1.000 und 1.250 Gramm Teig. Für große Haushalte mit entsprechend großem Brotkonsum ist die Anschaffung eines großen Gerätes sinnvoll; diese können bis zu 1.800 Gramm Teig verarbeiten. Im direkten Zusammenhang mit der Teigmenge steht die Größe des Brotbackautomaten. Diese solltest du auf jeden Fall berücksichtigen, da gerade die großen Apparate einiges an Platz in Anspruch nehmen.

Elektronik und Programme

Bei der Backmaschine kannst du die Backtemperatur nicht selbst regeln. Es ist aber sehr nützlich, wenn du den gewünschten Bräunungsgrad einstellen kannst. Möchtest du auch während dem Backvorgang das Brot im Blick haben, solltest du darauf achten, dass das Gerät ein Sichtfenster hat. Für unterschiedliche Brotsorten sollte der Automat auch entsprechend viele Menüs anbieten. Falls du zum Beispiel glutenfreies Brot backen willst, ist ein entsprechendes Backprogramm von Vorteil. Es ist zwar kein Muss, aber das Ergebnis wird mit speziellem Menü besser.

Pflege

Wie bereits erwähnt, sind Backform und Knethaken speziell beschichtet. Daher lassen sich diese nicht in der Spülmaschine reinigen, sondern müssen per Hand gewaschen werden. Die restlichen Teile sollten aus Edelstahl oder Plastik bestehen, dies erleichtert die Reinigung.

Funktionen, Bedienung und Zubehör

Inzwischen kannst du mit den meisten Backautomaten mehr als „nur“ Brot backen. Die teureren Modelle bieten sogar die Möglichkeit, ein eigenes Programm zu erstellen. Du solltest dir also vorher Gedanken machen, was du mit dem Gerät alles machen möchtest und welche Funktionen du wirklich benötigst. Je mehr Menüs das Gerät hat, desto größer und übersichtlicher sollten auch das Display und die Tasten sein. In manchen Anwendungsgebieten ist auch entsprechendes Zubehör sinnvoll. Für Sauerteig beispielsweise sind spezielle Knethaken nützlich, weil der Teig schwerer und klebriger ist. Bei der Zubereitung von Kuchen sind zusätzliche Fächer von Vorteil, in die du spezielle Zutaten wie Rosinen oder Nüsse einfüllen kannst. Außerdem bieten einige Geräte eine Warmhaltefunktion und einen Timer, mit dem du die Backmaschine so einstellen kannst, dass du morgens vom Duft frischer Brote geweckt wirst. Eine integrierte Waage kann sich ebenfalls als sehr nützlich erweisen.

Fazit

Insgesamt betrachtet lohnt sich eine Brotbackmaschine für dich, wenn du gern Brot isst. Die Handhabung ist kinderleicht, jedoch solltest du vor dem Kauf überlegen, welche Funktionen dir wirklich wichtig sind. Denn ein guter Brotbackautomat muss nicht teuer sein, aber doch deinen Wünschen entsprechen.

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