Yoga: Grundlagen, erste Schritte & nützliches Zubehör

In der westlichen Welt verbinden viele Menschen Yoga mit einer beliebten Freizeitaktivität, bei welcher sich durchtrainierte Körper in alle Richtungen verbiegen. Hinter diesen Übungen verbirgt sich jedoch viel mehr und du musst auch kein Supersportler sein, um Yoga zu betreiben. Mit seinen vielen Varianten eignet sich diese Praxis für jeden: Von Yoga profitieren sowohl Frauen als auch Männer – egal welchen Alters oder Fitnesslevels.

Yoga – was steckt eigentlich hinter diesem fernöstlich anmutendem Namen?

Die meisten Arten basieren auf Körperübungen, den sogenannten Asanas. Sie fördern die Beweglichkeit sowie Balance, dehnen die Muskeln, verbessern die Ausdauer und stärken das Herz-Kreislauf-System.
Regelmäßige Yoga-Praxis sorgt für eine Gewichtsabnahme, Körperstraffung sowie aufrechte Haltung.
Außerdem lösen die Übungen Verspannungen, vor allem im Kopf-, Rücken- oder Nackenbereich.
Yoga hat neben der sportlichen Komponente noch viel mehr zu bieten.

Das Wort kommt aus dem Sanskrit, einer altindischen Sprache und bedeutet grob übersetzt „Verbindung“. Das heißt: Beim Yoga geht es nicht vorrangig um Sport, sondern um Harmonie zwischen Körper, Seele sowie Geist. Die Erfinder der indischen Lehre wussten um die Wichtigkeit dieses Einklangs.
Leidet die Psyche, merkst du die Dysbalance an deinem gesamten körperlichen Befinden. Deshalb spielen Stressabbau und Entspannung beim Yoga eine große Rolle.

Auch das Thema Atmung findet viel Beachtung. Nur wenn sie tief sowie kontrolliert erfolgt, können sich die gewünschten mentalen Aspekte einstellen. So findest du zu mehr Ruhe, Gelassenheit, besserer Schlafqualität, Körperwahrnehmung und Achtsamkeit.

Neben all diesen positiven Effekten auf dein Wohlergehen macht Yoga einfach nur Spaß und sorgt für gute Laune.

Verschiedene Yoga-Arten

Kein Wunder, dass Yoga boomt. Ständig entstehen neue Kurse oder Arten. Die Techniken beruhen auf einer jahrtausendealten Tradition und werden immer weiterentwickelt. Inzwischen existieren etwa 130 Yogaformen. Du hast also die Qual der Wahl: Liegt dir eher der ruhig-entspannte, sportlich-aktive oder meditativ-spirituelle Stil? Finde selbst heraus, bei welcher Form der Funke überspringt.

Die sportlichen Richtungen sind anspruchsvoll und umfassen intensive Asanas. Dein Körper kommt bei diesen schweißtreibenden Übungen teilweise an seine Grenzen. Wenn du der dynamische Bewegungstyp bist, welcher sich gern auspowert, eignen sich Arten, wie beispielsweise Ashtanga, Jivamuthi oder Vinyasa Yoga gut für dich. Zu den sportlichen Arten gehört auch die sogenannte Bikram-Form, wo Yogis bei hohen Raumtemperaturen üben. Der Aerial-Stil stellt ebenfalls hohe Ansprüche an deinen Körper. Er erweckt den Anschein von Luftakrobatik, denn du baumelst in Tüchern.

Wenn dein Fokus mehr auf Entspannung liegt, erweist sich das in der westlichen Welt am häufigsten praktizierte Hatha Yoga als gute Variante. Von dieser klassischen Form leiten sich zahlreiche weitere Formen ab. Der Hatha- und Kundalini-Stil vereint sanfte, anspruchsvolle und meditative Übungen.
Diese beiden Arten sind besonders für Anfänger zu empfehlen.

Erste Schritte beim Yoga

Für deinen Start erweisen sich Gruppen in Fitness- und Yogastudios oder an Volkshochschulen als gute Variante. Du findest garantiert einen passenden Kurs in deiner Nähe. Die Yoga-Praxis empfiehlt sich aber auch für zu Hause. Hierfür stehen dir viele Videos, Bücher und Informationsseiten mit wertvollen Tipps zur Verfügung. Online-Kurse mit professionellen Lehrern bieten ebenfalls eine gute Möglichkeit, Yoga in den eigenen 4 Wänden zu praktizieren. Sie bilden eine gute Alternative zum Fitnesscenter, denn du bist zeitlich flexibel und sparst Geld.

Egal, ob Yoga im Studio oder zu Hause – am Anfang kommt es darauf an, verschiedene Arten und Asanas auszuprobieren. Nur so findest du deinen Stil. Beginne langsam, starte nicht gleich mit komplizierten Übungen, welche dich überfordern. Höre hierbei auf deinen Körper. Es kann ihm schaden, wenn du anfangs beispielsweise zu stark in die Dehnung gehst. Verlange also vorerst nicht so viel von dir und setze dich keinesfalls unter Druck, sondern übe in deinem Tempo. Resigniere nicht zu schnell, stelle keine Vergleiche mit anderen her, bleibe nur bei dir und schätze den kleinsten Fortschritt.

Entspanne, spüre deinen Körper, genieße die Übungen, atme lang und tief. Nimm dir auch nach dem Yoga noch Zeit, um den positiven Effekt nachwirken zu lassen. Schalte dein Handy aus, nur so gelingt dir eine optimale Entspannung. Auch auf Essen solltest du mindestens 2 Stunden vor Praxisbeginn verzichten, um die Asanas intensiver ausführen zu können. Trainiere regelmäßig. Durch wiederholtes Üben, mindestens zweimal pro Woche, verbesserst du deine Technik und spürst die Vorzüge von Yoga.

Nützliches Yoga-Zubehör

Mit der Zeit beherrschst du die Asanas immer besser und die Yoga-Praxis macht dir Spaß. Nun ist es angebracht, in eine gute Ausrüstung zu investieren. Für Yoga benötigst du nicht viel Zubehör, eine Matte erweist sich jedoch als unerlässlich. Beim Kauf solltest du zunächst die Größe berücksichtigen. Die gängigen Modelle sind 180cm lang und 60cm breit. Bis zu einer Körpergröße von 1,80m reicht dieses Maß aus. Ansonsten benötigst du eine XL-Matte, welche bis zu 200cm x 100cm misst. Achte vor allem auch darauf, dass sie rutschfest ist. Die Matte bedarf eines festen Halts auf dem Boden und der Oberfläche, um dich vor Verletzungen zu schützen. Außerdem sollte sie wegen des direkten Hautkontakts schadstofffrei sein. Es gibt verschiedene Materialien, die sowohl positive als auch negative Eigenschaften aufweisen. So können Matten mit Kork oder Schurwolle Pestizide enthalten. In Modellen aus Kunststoff befinden sich teilweise krebserregende Stoffe. Bei einer aktuellen Prüfung von 18 Matten durch „ÖKO Test“ schaffte jede zweite ein „sehr gut“. Manche enthielten jedoch gefährliche Substanzen.

Für eine optimale Entspannung beim Yoga sorgt darüber hinaus ein Meditationskissen. Die meist runden Polster bieten eine feste Stütze für Wirbelsäule und Becken. So helfen sie dir beim aufrechten Yoga-Sitz.
Es gibt unzählige Modelle und auch handgefertigte Artikel mit individuellem Muster sowie vielen liebevollen Details liegen im Trend.

Weitere nützliche Utensilien bilden Hilfsmittel wie ein Yogablock und -gurt. Letzterer besteht neben dem Band aus einer Schnalle, sodass du die Länge variieren kannst. Der Gurt ermöglicht es Anfängern und Fortgeschrittenen, Dehnungen zu erreichen, welche ohne dieses Hilfsmittel nicht durchführbar wären. Außerdem entlastet der Gurt Bänder sowie Muskeln, sodass du die Positionen länger halten kannst. Wähle am besten ein stabiles Baumwollband, was sich gut waschen lässt. Bedenke auch, dass eine Schlaufe aus Metall langlebiger ist als Kunststoff.

Yogablöcke sind vielseitig einsetzbar. Sie ermöglichen dir eine Sitzerhöhung, damit du die Wirbelsäule besser aufrichten kannst. Anfängern helfen sie, Abstände zu verkürzen. Wenn du dich beispielsweise bei der Vorwärtsbeuge oder dem Dreieck mit den Händen auf die Blöcke stützt, holst du dir den Boden näher heran. Fortgeschrittene Yogis können mit diesem Hilfsmittel ihre Übungen noch mehr intensivieren.
Am besten eignen sich Blöcke aus Kork, weil sie leicht und stabil sind.

Mit diesem Equipment bist du gut für Yoga gerüstet und kannst mit der Praxis beginnen. Rolle also deine Matte aus und tauche ein in die Welt des Yoga – Namaste!

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