DailyDeal Redaktion

Gold in der Schublade – was alten Schmuck heute wertvoll macht

Magazin · Sep., 2026 · 3 Min
Inhaltsverzeichnis

Da liegt noch die Kette von Oma neben dem einzelnen Ohrring ohne Gegenstück in der Schublade und der alte Ring, der seit Jahren nicht mehr passt. Was du irgendwo in einer Schublade oder einem Schmuckkästchen liegen hast, kann materiell mehr Wert sein als du glaubst. Allerdings sagt die Farbe Gold noch nicht, wie hoch der Gegenwert ist. Wichtiger sind der Feingehalt, das Gewicht und der aktuelle Goldpreis. Erste Hinweise gibt dir der Blick auf den kleinen Stempel im Gold.

Was die Zahlen auf Gold bedeuten

Auf der Innenseite eines Rings oder am Verschluss einer Kette findest du häufig eine dreistellige Zahl. Sie gibt den Feingehalt in Tausendteilen an. Bei einem Stempel mit der Zahl 585 bestehen demnach 585 von 1.000 Teilen aus reinem Gold. Das entspricht einem Goldanteil von 58,5 Prozent beziehungsweise 14 Karat.

Bei 750er Gold sind es 75 Prozent oder 18 Karat. 333er Gold enthält dagegen 33,3 Prozent des Edelmetalls. Besonders hoch ist der Anteil bei 999er Gold mit 99,9 Prozent. Dieses sogenannte Feingold begegnet dir eher bei Barren und Anlagemünzen als bei Schmuck, da nahezu reines Gold vergleichsweise weich ist.

Der Stempel liefert damit einen ersten Anhaltspunkt für den Materialwert. Für eine verlässliche Einschätzung sollten jedoch auch das Gewicht und der aktuelle Goldpreis berücksichtigt werden. Quelle: goldbrief.de.

Fehlt eine solche Kennzeichnung, bedeutet das übrigens nicht automatisch, dass ein Schmuckstück wertlos oder unecht ist. Gerade bei älteren oder stark getragenen Stücken kann eine Punze fehlen oder kaum noch erkennbar sein.

Warum Gewicht und Goldpreis zwei wichtige Komponenten sind

Du kannst zwei gleich schwere Ringe mit einem unterschiedlichen Materialwert besitzen. Ein zehn Gramm schweres Schmuckstück aus 750er Gold enthält rechnerisch 7,5 Gramm Feingold. Bei 585er Gold wären es dagegen lediglich 5,85 Gramm.

Damit kommt mit dem Goldpreis der zweite Faktor ins Spiel. Er verändert sich laufend und wird international gehandelt. Eine wichtige Referenz für den Markt ist der LBMA Gold Price, der zweimal täglich in US-Dollar je Feinunze festgestellt wird.

Ob der Goldpreis künftig allerdings steigt oder fällt, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Goldbrief-Geschäftsführer Robert Nyberg weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein vermeintlich perfekter Zeitpunkt für den Verkauf erst im Nachhinein zu erkennen ist. Wenn du den Wert des vorhandenen Goldes einschätzen möchtest, solltest du daher weniger auf Spekulationen und mehr auf überprüfbare Faktoren wie Gewicht und Feingehalt sowie den Goldkurs achten

Ein genauer Blick ins Schmuckkästchen lohnt sich

Du musst also kein Edelmetallexperte sein, um einen ersten Eindruck von altem Gold zu bekommen. Suche zunächst nach einer Punze und prüfe, welcher Feingehalt dahintersteckt. Zusammen mit dem Gewicht und dem aktuellen Goldpreis lässt sich der ungefähre Materialwert anschließend besser einordnen.

Ob aus einem lange vergessenen Schmuckstück tatsächlich Geld werden soll, ist eine ganz andere Frage. Manchmal ist schließlich die Geschichte hinter einem Ring wertvoller als das Gold, aus dem er besteht.

Manchmal ist zum Beispiel ein geerbter Ehering materiell weniger wert als eine schwere Goldkette und trotzdem ist es das Schmuckstück, von dem du dich niemals trennen würdest.

DailyDeal Redaktion

Kontaktiere mich
Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.