Laserdrucker: Auswahlkriterien, Unterschiede & Tipps

Die Frage, ob ein Tintenstrahl- oder ein Laserdrucker besser geeignet ist, beschäftigte Interessenten beim Druckerkauf schon immer. Laserdrucker gelten dabei als schnelle, sparsame und langlebige Alternative zum weit verbreiteten Tintenstrahler. Dennoch sind einige Kriterien zu beachten, um den perfekten Drucker für deine Zwecke zu finden. Im folgenden Ratgeber erfährst du, wie du den optimalen Laserdrucker findest und welche Vor- und Nachteile die Anschaffung bietet.

Die wichtigsten Kaufkriterien für den Laserdrucker im Überblick

Um auf Anhieb eine gute Kaufentscheidung zu treffen und die Anschaffung deines Laserdruckers nicht zu bereuen, solltest du bei der Suche auf einige Kriterien achten:

Farbe

Einige Laserdrucker sind lediglich zum monochromen (schwarz-weißen) Drucken geeignet. Andere wiederum dienen dagegen mit farbigen Ausdrucken. Achtest du beim Drucken lediglich auf schnelle Ergebnisse, die die Informationen in den Vordergrund rücken, genügen günstigere Schwarz-Weiß-Drucker. Für ansprechende Präsentationen und Dokumente solltest du jedoch zum Farbdrucker greifen. Achtung: Diese benötigen gleich vier verschiedene Tonerkartuschen, deren Anschaffung und Befüllung jeweils recht teuer sein können.

Anschlüsse

WLAN ist beim Laserdrucker kein Muss, jedoch immer dann komfortabel, wenn viele PCs mit dem Drucker verbunden werden müssen. So sparst du dir das aufwändige Verlegen der Kabel durch den gesamten Raum. Eine USB-2.0-Schnittstelle ist darüber hinaus hilfreich, um Dokumente ohne Umwege direkt vom Stick oder Handy auszudrucken.

Geschwindigkeit

Der große Vorteil im Vergleich mit vielen Tintenstrahldruckern ist die enorme Geschwindigkeit beim Druck. Dennoch herrschen zwischen einzelnen Modellen teils gravierende Unterschiede vor. Druckst du viel oder nutzen mehrere Personen den Drucker, ist eine hohe Geschwindigkeit von mindestens 18 Seiten pro Minute in Schwarz-Weiß ein Muss.

Druckformate

Für den privaten Einsatz ist das Drucken in A4 am gängigsten. Sämtliche Verträge, Briefe und Dokumente werden im A4-Format erstellt. Sinnvoll ist darüber hinaus, in kleineren sowie internationalen Papierformaten drucken zu können. Dies zahlt sich beispielsweise im grenzübergreifenden Briefverkehr oder bei der Erstellung von Karteikarten aus. Falls du mehr als klassische Dokumente drucken möchtest, solltest du darüber hinaus darauf achten, dass der Laserdrucker auch bei schwererem Papier sowie Spezialpapier (z.B. für Urkunden) gute Ergebnisse liefert. In A3 drucken dagegen nur teure Laserdrucker, die für den gewerblichen Gebrauch bestimmt sind. Diese Funktion ist bei der privaten Nutzung jedoch in der Regel nicht notwendig und kann im Ernstfall im Copyshop günstig in Anspruch genommen werden.

Arbeitsspeicher

Nicht nur beim Kauf von PC, Laptop oder Handy solltest du dem Arbeitsspeicher eine große Bedeutung beimessen. Dieser entscheidet beim Laserdrucker schließlich darüber, wie viele Druckaufträge in der Warteschlange Platz nehmen können. Je mehr Personen auf den Drucker zugreifen, desto größer sollte der Arbeitsspeicher sein. Für die private Nutzung sind 128 MB RAM bestens geeignet, zwischen 256 und 512 MB genügen in größeren Büros. Befinden sich unter den Druckaufträgen zahlreiche aufwändig gestaltete Dokumente (z.B. Flyer), sollte 1 GB Arbeitsspeicher für dich das Minimum sein.

Papierfachkapazität

Die Meldung über fehlendes Papier ist der häufigste Grund, weshalb ein Laserdrucker nicht druckt. Papier zu wechseln ist selbst beim ersten Mal mühselig. Wird der Drucker jedoch häufig beansprucht, sollte das Papierfach über eine ansprechende Kapazität verfügen und darüber hinaus leicht zu erreichen sein. Einige Laserdrucker bieten zudem mehrere Papierfächer, sodass du mit unterschiedlichen Papiersorten arbeiten kannst.

Vor- und Nachteile im Vergleich mit Tintenstrahldruckern

Beim Kauf eines Druckers stehen viele Menschen vor einem Scheideweg. Lohnt es sich, auf einen Laserdrucker zu vertrauen oder ist der weit verbreitete Tintenstrahldrucker die richtige Entscheidung? Dies ist nicht ausschließlich eine Geldfrage. Folgende Vorteile sprechen für den Erwerb eines Laserdruckers:

  • Drucken von Dokumenten in höchster Geschwindigkeit
  • gestochen scharfe Druckqualität mit sattem Schwarz
  • UV-beständige, schmier- und wischfeste Ergebnisse
  • niedrige Betriebskosten
  • geeignet für hohe Druckvolumen durch mehrere Personen
  • kein Eintrocknen
  • Selbstreinigung

Auf der anderen Seite existieren einige Aspekte, die möglicherweise gegen den Kauf eines Laserdruckers sprechen:

  • hohe Anschaffungskosten
  • für Fotodruck und das Bedrucken fester Elemente ungeeignet
  • Feinstaubbelastung

Besonders der letzte Grund wird oftmals sogar als Beweis für gesundheitsschädigende Auswirkungen beim Drucken mit dem Laserdrucker angeführt. Dass der Feinstaub des Toners die Gesundheit beeinträchtigt, ist nicht zweifelsfrei durch Studien belegbar. Empfindliche Menschen sollten dennoch zumindest genügend Abstand zum Drucker wahren und diesen nicht in dem Raum aufbewahren, in dem sie ihren Alltag verbringen.

Ergibt der Kauf eines Multifunktionsgerätes Sinn?

Multifunktionsgeräte existieren nicht nur im Segment der Tintenstrahldrucker, sondern sind auch mit Tonerkartuschen für das Laserdrucken erhältlich. Diese erfüllen zusätzlich die Funktionen des Kopierens, Scannens und vereinzelt auch des Faxens. Tatsächlich ist der Kauf eines Multifunktionsdruckers oftmals zu empfehlen.

Professionelle Geräte für den gewerblichen Einsatz beschränken sich in der Regel auf eine der genannten Funktionen. Schließlich soll hierbei der Fokus auf die bestmögliche Qualität gelegt werden. Multifunktionsdrucker bieten jedoch alles andere als eine schlechte Qualität beim Drucken, Kopieren und Scannen. Oftmals sind die Unterschiede nur minimal und im Alltagsgebrauch nicht zu erkennen. Allein aus Platzgründen zahlt sich der Kauf eines Multifunktionsgerätes aus. Diese sind oftmals zum selben Preis wie einfache Laserdrucker erhältlich. Die eingebaute Duplexfunktion dieser Geräte dient darüber hinaus zum automatischen Bedrucken beider Seiten eines Blattes.

Kostenfalle Toner: So sparst du beim Betrieb des Druckers

Günstige Preise rechtfertigen viele Hersteller später durch teure Tonerkartuschen. Beim farbigen Drucken benötigst du derer vier, für die Farben Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb. Zwar sind Toner ergiebiger als Tintenpatronen, ist die Kartusche leer, sorgen die Preise der Originalkartuschen vom Hersteller dennoch gerne für böse Überraschungen.

Greife daher entweder zu noch ergiebigeren XXL-Kartuschen oder vertraue auf Lösungen von Drittherstellern. Offiziell werden diese zwar nicht empfohlen, erweisen sich meist jedoch als baugleich und liefern daher zum deutlich niedrigeren Preis eine ähnlich zufriedenstellende Qualität.

Zählst du zu den Menschen, die für eine Ersparnis auch gerne zusätzliche Zeit aufwenden, kannst du aufgebrauchte Tonerkartuschen zudem neu befüllen lassen. In vielen Städten wird dieser Service bei PC- und Druckerspezialisten angeboten, was sich letztendlich ebenfalls als deutlich günstiger als der Neukauf erweist.

Fazit: Per Laserdrucker günstig und schnell drucken

Das größte Manko, das potenzielle Interessenten vom Kauf eines Laserdruckers abhält, ist der Anschaffungspreis. Abseits davon bietet die Art des Druckens jedoch beinahe ausschließlich Vorteile. Die hohe Geschwindigkeit, die Fähigkeit zur Selbstreinigung sowie die beeindruckende Qualität eliminieren zahlreiche Probleme, für die handelsübliche Tintenstrahldrucker ansonsten berüchtigt sind. Mit der richtigen Strategie fällt zudem der Betrieb des Laserdruckers finanziell kaum ins Gewicht.

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